Schulgarten

„Danke! Das ist das schönste Reich, dass ich je hatte!“

Das sagte mir ein Bub, der bei der Pflanzaktion in seiner Schule, der VS Fischamend, mithalf.
Das war berührend, wurde ich doch in dem, was ich durch meine vielen Weiterbildungen und eigenen Beobachtungen kannte, live aus Kindermund bestätigt:
Ein paar Hügel zum Laufen und Hinunterspringen, Sand-/ Kiesmulden und Baumstämme zum Balancieren – das ganze Glück eines etwa Neunjährigen!

Mir sind die Schulgärten insofern ein besonderes Anliegen, weil Volksschulkinder noch einen enormen Bewegungs- und Spielbedarf haben.

Eine kleinräumig gegliederte Grünanlage mit Möglichkeiten zu Bewegung, Hantieren mit realen Dingen, Kommunikation und Rückzug ist ein sehr wichtiger Ausgleich zur den mentalen Herausforderungen des Schulalltages.

Ich freue mich immer, wenn ich beim Erstkontakt mit den LehrerInnen den Auftrag bekomme, unbedingt Verstecke und einen Sandspielbereich einzuplanen.

Hochbeete, Naschhecken und Kompostplatz gehören erfreulicherweise schon zur Basisausstattung eines zeitgemäßen Schulgartens.

„Ich war neulich wieder einmal in der Schule – große Pause – die Kinder verschwinden hinter den vielen Büschen und Hecken, einige hängen in den Zweigen der inzwischen erwachsenen Weiden. Es macht ihnen offensichtlich Spaß, dort herumzuturnen. Auf den Baumstämmen – sie haben die Rinde verloren – gibt es Hahnenkämpfe: Wer kann den Gegner als erster in den Sand befördern. Es gibt keinen trockenen Tag, wo nicht eine ausgedehnte Pause im Schulgarten verbracht wird.“

Marianne Pachler, Mitinitiatorin des Schulgartenprojektes und ehemalige Religionslehrerin an der VS Strass/Attergau (OÖ)